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Pia und Lennard bei den Deutschen Meisterschaften 2026

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Am 06./07. Juni fanden dieses Jahr die 100. Deutschen Einzelmeisterschaften im Judo in Duisburg statt.

Direkt am Samstag waren mit Lennard (-73kg) und Pia (-70kg) zwei ATSV-Athlet:innen am Start. Pia qualifizierte sich durch einen 3. Platz auf den Norddeutschen Einzelmeisterschaften (NDEM), Lennard wurde nach einem starken 5. Platz bei den NDEM durch den Bremer Judo Verband als Wildcard nominiert. Beide belohnten sich damit für ihren hohen Trainingsaufwand in den zurückliegenden Monaten.

Bereits beim Warm-Up konnte das besondere Flair dieses prestigeträchtigen Wettkampfs wahrgenommen werden: Hier messen sich schließlich die besten Judoka Deutschlands.

Pia startete in der Gewichtsklasse -70kg gegen die international erfahrene Drittplatzierte der DEM u21 Tabea Feldhaus aus Nordrhein-Westfalen. Bereits nach wenigen Sekunden konnte sich Pia mit ihrem starken Griffkampf gegen ihre Kontrahentin durchsetzen und mit einem Waza-ari für O-Soto-Gari in Führung gehen. Der anschließende Haltegriff konnte leider nicht bis zum Ippon gehalten werden. Im weiteren Kampfverlauf dominierte Pia auch weiterhin den Griffkampf, konnte aber keine weitere Wertung erzielen. Durch eine Bodenaktion ihrer Gegnerin verlor Pia den Kampf durch einen Haltegriff. Da Tabea Feldhaus ihren nächsten Kampf verlor, war Pia damit leider ausgeschieden.

In der Gewichtsklasse -73kg erwischte Lennard mit Noel Schmidt aus Brandenburg ebenfalls einen international erfahrenen Athleten als Gegner. Obwohl Lennard zwei Sumi-Gaeshi-Ansätzen seines Gegenübers gut ausweichen konnte, konnte dieser ihn im Boden bezwingen. Da Noel Schmidt es bis ins kleine Finale schaffte, durfte Lennard noch einmal antreten.

Gegen den ebenso international erfahrenen Yannick Himmelspach aus Bayern zeigte Lennard eine starke Leistung im Griffkampf, konnte seinem Gegner sogar einen Shido für dessen Griffkampfvermeidung anhängen. Leider konterte Himmelspach einen Seoi-Nage-Ansatz Lennards und erzielte damit einen Yuko. Nach einem Waza-ari für einen De-Ashi-Barai von Himmelspach ging dieser im Boden nach und konnte Lennard im Haltegriff besiegen. So stand nach einem guten Kampf leider auch für Lennard das Aus fest.

Coach Marcel war dennoch mit beiden Kämpfer:innen sehr zufrieden: „Auch wenn es natürlich schade ist, dass Pia keinen zweiten Kampf bekommen hat, den sie sich nach ihrem starken Kampf verdient gehabt hätte, können beide mit erhobenen Häuptern von der Matte gehen. Dass es nach Bartek im letzten Jahr dieses Mal sogar zwei Athlet:innen des ATSV zu den Deutschen Einzelmeisterschaften geschafft haben, zeigt, dass dies kein Zufall war und wir in unserer Trainingsgruppe im ATSV Habenhausen gute Arbeit darin leisten, beste Voraussetzungen für das höchste Niveau zu schaffen. Lennard und Pia haben sich diese Teilnahme durch besonderes Engagement, gute Kämpfe auf Landes- und Gruppenebene und hohen Trainingsfleiß sehr verdient. Jetzt müssen wir dran bleiben, um uns auf diesem hohen Niveau zu etablieren und um das Tempo und die Cleverness der Top-Athlet:innen mitgehen zu können. Glückwunsch an beide für diesen guten Auftritt!“