Am 4. und 5. Juli 2026 fanden in Bochum die Deutschen Einzelmeisterschaften der Altersklasse Ü30 statt. Für den ATSV Habenhausen gingen Berit Grohnert (-63 kg) und Lennard Steinhauer (-73 kg) auf die Matte. Beide überzeugten mit starken Leistungen und kehrten mit einer Silber- sowie einer Bronzemedaille zurück. Abgerundet wurde das erfolgreiche Wochenende durch eine weitere Bronzemedaille mit der erstmals angetretenen Mixed-Mannschaft des Bremer Landesverbandes.
Berit Grohnert wird Deutsche Vizemeisterin
Für Berit Grohnert begann das Turnier mit einem Freilos. Im Halbfinale zeigte sie anschließend ihre Klasse im Bodenkampf. Nach einem gelungenen Umdreher kontrollierte sie ihre Gegnerin sicher mit einem Tate-shiho-gatame und gewann den Kampf vorzeitig.
Auch im Finale trat Berit mutig und offensiv auf. Mit einem dynamischen Uchi-mata brachte sie ihre Gegnerin unter Druck, wurde jedoch im entscheidenden Moment erfolgreich gekontert. Trotz der Finalniederlage zeigte sie ein überzeugendes Turnier und sicherte sich verdient die Silbermedaille sowie den Titel der Deutschen Vizemeisterin.
Lennard Steinhauer erkämpft Bronze
Lennard Steinhauer präsentierte sich während des gesamten Turniers technisch variabel und taktisch hervorragend eingestellt.
Im Auftaktkampf dominierte er das Geschehen mit einem konsequenten Griffkampf und variablen Ashi-waza-Techniken. Geduldig arbeitete er sich seine Chance heraus und erzielte schließlich mit einem tief angesetzten Ippon-seoi-nage den vorzeitigen Sieg.
Im Halbfinale traf er auf einen Gegner mit Bundesliga-Erfahrung. In einem ausgeglichenen und intensiven Kampf überzeugte Lennard erneut mit einem starken Griffkampf und hoher Aktivität. Auch nach einem zwischenzeitlichen Rückstand durch Yuko und Waza-ari blieb er bis zum Schluss offensiv, musste sich letztlich jedoch knapp geschlagen geben.
Im Kampf um Bronze wartete ein groß gewachsener Gegner aus Bayern, der mit einem dominanten Obergriff und gefährlichen Fußtechniken agierte. Lennard hielt mit konsequentem Griffkampf und immer wieder eingestreuten De-ashi-barai-Ansätzen dagegen. Trotz zweier Shido-Strafen wegen Griffvereitelung blieb er ruhig und vertraute seiner taktischen Linie. Mit einer schnellen Griffaktion überraschte er seinen Gegner und erzielte mit einem perfekt getimten De-ashi-barai die entscheidende Yuko-Wertung. Anschließend verteidigte er seine Führung souverän und sicherte sich verdient die Bronzemedaille.
Gelungene Premiere für Bremen im Mixed-Team
Am Sonntag stand das Mixed-Team-Turnier der Landesverbände auf dem Programm. Der Bremer Landesverband stellte dabei erstmals eine eigene Mannschaft, in der Lennard die Gewichtsklasse bis 73 kg besetzte.
In der Auftaktbegegnung gegen Berlin steuerte Lennard den ersten Bremer Punkt bei. Trotz seines Sieges musste sich Bremen insgesamt knapp mit 2:3 geschlagen geben.
Gegen NRW 3 gelang anschließend ein 3:2-Erfolg. Lennard traf dabei auf den erfahrenen Axel Limberg und nahm den aggressiven Griffkampf seines Gegners sofort an. Bereits in den ersten Sekunden setzte er mit einem tiefen Sode-tsuri-komi-goshi sowie einem tiefen Ippon-seoi-nage deutliche Akzente. In der folgenden Aktion wurde er jedoch von einem ansatzlosen Yoko-tomoe-nage überrascht und musste sich geschlagen geben.
Im abschließenden Kampf um die Bronzemedaille gegen NRW 2 zeigte die Bremer Mannschaft ihre stärkste Leistung und gewann souverän mit 4:1. Lennard setzte sich dabei gegen einen hochgestellten Kämpfer der 66-kg-Klasse durch. Nach einer Waza-ari-Wertung durch einen starken Sode-tsuri-komi-goshi ließ er seinem Gegner im Bodenkampf keine Chance mehr und entschied den Kampf mit einem schraubstockartigen Sankaku-jime vorzeitig für sich.
Erfolgreiches Meisterschaftswochenende
Mit einer Silbermedaille durch Berit Grohnert, einer Bronzemedaille durch Lennard Steinhauer sowie einer weiteren Bronzemedaille im Mixed-Team-Wettbewerb blicken die Judoka des ATSV Habenhausen auf ein äußerst erfolgreiches Meisterschaftswochenende zurück. Neben den Medaillen überzeugten beide Athleten vor allem durch ihren kämpferischen Einsatz, ihre technische Qualität und ihre taktisch starken Leistungen auf der Matte.
